Gesellschaftslehre
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Das Fach Gesellschaftslehre
Wer nicht fragt, bleibt dumm!
- Wie lebten die Menschen im alten Ägypten?
- Wie werde ich Bundeskanzler/in?
- Wie funktioniert eigentlich ein Vulkan?
- (...)
Besonderheiten des Faches: Lernbüro und DifferenzierungIn den Jahrgangsstufen 5 – 10 findet der Unterricht in Gesellschaftslehre dreistündig (im neunten Schuljahr sogar vierstündig) im gesamten Klassenverband statt.
Neben dem klassischen Basisunterricht gibt es eine wöchentliche Stunde im Lernbüro. Hier erwerben die Kinder zum Beispiel einen eigenen Atlasführerschein (Jahrgang 5), bauen kleinere Steinzeithöhlen (Jahrgang 6), oder erstellen eigene ägyptische Kleidungsstücke, die auf einer regelmäßig stattfindenden Ägyptenmesse präsentiert werden.
Im Lernbüro des Faches legen wir viel Wert darauf, dass die Schüler und Schülerinnen das Präsentieren und Diskutieren trainieren, aber auch in Form von längeren Gruppenarbeiten praktische Dinge herstellen und sich gegenseitig vorstellen.
Klassische und moderne Medien vereint…Neben dem Einsatz von digitalen Medien (Tablets, Computer) für die Recherche und das Präsentieren von Lernprodukten arbeiten wir in enger Zusammenarbeit mit der Schülerbibliothek zusammen. Hier können die Kinder eigenständig und selbstverantwortlich zu Themen Bücher in die Hand nehmen und lesen.
Ein bekanntes Lernbürobeispiel (Jahrgang 6): Die Ägyptenmesse…
Im Jahr 2017 fand die erste Ägyptenmesse statt. Neben Vorträgen und Plakatpräsentationen wurde am Ende der Veranstaltung eine kleine antike Modenshow durchgeführt. Dafür wurde das Pädagogische Zentrum kurzerhand in einen Catwalk umgewandelt, wo die Schüler ihre tollen ägyptischen Kleider und Schmuckstücke unter den interessierten Blicken der Mitschüler präsentieren durften.
Erinnerungskultur im Unterricht
Zehntklässler lernen Geschichte vor Ort
Wie lässt sich Geschichte lebendig vermitteln? Der 10. Jahrgang setzte sich im GL-Unterricht intensiv mit dem Thema Erinnerungskultur auseinander – nicht nur im Klassenzimmer, sondern auch an außerschulischen Lernorten.
Im Januar nahmen die Klassen 10a, 10b und 10c an geführten Stolpersteine-Touren durch Bad Salzuflen teil. Dabei erfuhren die Schülerinnen und Schüler mehr über die Lebensgeschichten jüdischer Bürgerinnen und Bürger aus der Stadt, die während der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt und ermordet wurden. Die Stolpersteine im Stadtbild machten deutlich, dass sich diese Schicksale mitten im heutigen Alltag verorten lassen. Besonders bewegend war für viele Jugendliche die Erkenntnis, dass es sich um Menschen handelte, die einst in ihrer eigenen Stadt lebten.
Am 27. Januar, dem Internationalen Holocaust-Gedenktag, besuchten die Klassen gemeinsam mit ihren Lehrkräften das Landestheater Detmold und sahen die Inszenierung „Anne Frank“. Das Theaterstück eröffnete einen emotionalen Zugang zur Geschichte des jüdischen Mädchens und regte zur Auseinandersetzung mit Themen wie Ausgrenzung, Angst, Hoffnung und Menschlichkeit an.Ein weiteres gemeinsames Erlebnis folgte während der SchulKinoWochen: Der gesamte Jahrgang besuchte am 5. Februar die FilmBühne Bad Salzuflen und sah den Film „Amrum“. Auch hier standen Fragen von Erinnerung, Verantwortung und dem Umgang mit Geschichte im Mittelpunkt.
Geschichtslehrerin Zeynep Yilmaz betont die Bedeutung solcher Lernformen: „Als Geschichtslehrerin empfinde ich es als ein Muss, Erinnerung greifbar zu machen. Gerade außerschulische Lernorte eignen sich dafür besonders gut – sie machen Geschichte lebendig und erfahrbar.“
Die verschiedenen Exkursionen zeigen, wie wichtig es ist, Erinnerungskultur aktiv zu gestalten. Für die Schülerinnen und Schüler bedeutet das, Geschichte nicht nur zu lernen, sondern sie zu hinterfragen und daraus Verantwortung für Gegenwart und Zukunft abzuleiten.
Ingo Tünker im Gespräch mit Schülerinnen und Schülern des siebten Jahrgangs
Seit 1990 ist Ingo Tünker Polizist in Bad Salzuflen. Vorher kam er viel herum. In den 80er Jahren war er bei den großen Anti-Akw-Demos dabei. An Flughäfen war er verantwortlich für die Sicherheit der Passagiere. In seiner derzeitigen Tätigkeit ist der Polizeihauptkommissar im Bezirksdienst in Werl-Aspe und Wülfer aktiv. Als „Dorfsheriff“ ist er Ansprechpartner für alle Schulen in seinem Bezirk. An Primarschulen ist die Verkehrserziehung ein wesentlicher Schwerpunkt seiner Arbeit: Zahlreiche SchülerInnen der GE Aspe kennen Tünker von ihrer Fahrradprüfung in der Grundschule.Auf Initiative der GL-Lehrkräfte Zeynep Yilmaz, Carina Jasperneite und Torben Pohl berichtete Ingo Tünker den Schülerinnen und Schülern unseres 7. Jahrganges von seinem Alltag. Er informierte über seine persönliche Ausrüstung und klärte die Jugendlichen über ihre Privilegien und Pflichten im Rechtsstaat auf.
Ein bisschen Abschreckung gab es auch: Bilder von spartanischen Sanitäranlagen aus dem Jugendarrest in Lemgo oder von hochgeklapppten Betten in der Jugendarrestanstalt in Lünen, die mit ihrem patinierten Charme der 50er Jahre auch den delinquenten, jugendlichen Gästen aus Lippe immer mal wieder als provisorische Herberge aufwartet.
Größtes Bedürfnis von Tünker ist es jedoch, mit den Jugendlichen in seinem Bezirk ins Gespräch zu kommen, ihnen zuzuhören, ihnen als Ratgeber zur Seite zu stehen. Das „gesprochene Wort“ ist Tünkers wichtigste Waffe - gerade in der Gewaltprävention.
Zeitzeuge berichtet über seine spektakuläre Flucht aus der DDR
Einblick in die Stasi-Akten. Zeitzeugenbesuch im GL-Unterricht der 10 A Jost Elliesen ist 13 Jahre alt, als er 1980 mit seinen Eltern im Kofferraum eines burmesischen Diplomatenfahrzeugs aus Ostberlin in den Westen flüchtet. Erst unmittelbar vor der Flucht weihen ihn seine Eltern über ihr Vorhaben ein. Sie fürchten, eine unbedachte Äußerung ihres Sohnes könnte die Staatssicherheit auf den Plan rufen, und die minutiös geplante Flucht in letzter Minute verhindern. Ein Scheitern hätte womöglich lange Haft und Folter sowie die Freigabe des Sohnes zur Adoption an linientreue SED-Parteifunktionäre bedeutet. Doch der Plan glückt: Über den Checkpoint Charlie gelingt die „Einreise“ nach Westberlin. Für den Teenager Jost Elliesen ein Abenteuer. Für seine Eltern eine unfassbare Erleichterung. Doch die Angst vor dem langen Arm der Stasi, die Flüchtlingsunterkünfte im Westen infiltriert und auch nicht vor Entführung und Mord auf bundesdeutschem Boden zurückgeschreckt, zwingt die Familie zunächst in der BRD bei einem Verwandten unterzutauchen, und sich erst nach drei Tagen als geflüchtete DDR-Bürger zu erkennen zu geben.
Erst nach dem Mauerfall erfuhren die Elliesens, dass die Angst vor der Stasi und einem Scheitern der Flucht nicht unbegründet war. Ein enger Freund der Familie spionierte die Elliesens jahrzehntelang aus, z.B während des gemeinsamen Urlaubs mit dem Segelboot. Er, der „Freund“, war sog. IM – „Inoffizieller Mitarbeiter“ der Mielke-Behörde, der seinem Dienstherrn selbst die unwichtigsten Details aus dem Familienleben der Elliesens verriet.
Nach Einsicht in die Stasi-Akten, die die Sicherheitsorgane im Honecker-Staat zusammengetragen hatten, erfuhr Jost Elliesen von der akribischen Bespitzelung seiner Familie.
Gefesselt wie von einem Spionagethriller lauschten die Schüler/innen der 10 A den anschaulichen Schilderungen des ehemaligen DDR -Bürgers Elliesen, der aus der Retrospektive auch Positives aus der Sowjetischen Besatzungszone zu berichten wusste: die Rolle der Frau etwa oder das gut funktionierende Gesundheitssystem mit den zweckmäßigen Polikliniken. Während die Frauen in der BRD häufig nur auf dem Papier gleichberechtigt waren, standen sie den Männern bez. ihrer Rechte, Privilegien und Pflichten im Arbeiter- und Bauernstaat in nichts nach. Die Flucht hat Elliesen jedoch nie bereut.
Seine Stasi-Akte hat er den Schüler/innen der 10A zur Ansicht mitgebracht. Die Jugendlichen konnten sich kaum von den spannenden Dokumenten lösen.
Bielefelder Woche - Klasse 6d

Bielefelder Klimawoche 2017 – Die Handy-Connection
Im Rahmen der Bielefelder Klimawoche nahm die Klasse 6d der Gesamtschule Aspe am Workshop „Die Handyconnection – eine detektivische Spurensuche“ teil. Die SchülerInnen lernten in diesem Workshop viel über die Entstehung und Produktion von Smartphones. Im Rahmen einer detektivischen Spurensuche mussten sie mit Hilfe ihrer Smartphones einen fiktiven Mordfall im Umfeld der Smartphone Produktion aufklären. Begleitet wurden sie von ihrer Klassenlehrerin Katharina Lutterbeck und der Sozialarbeiterin Alexandra Kesik.
Museumsbesuch in Oerlinghausen
Ein Ausflug in die Vergangenheit
Ein aufregender und ereignisreicher Tag liegt hinter uns.
Am 20.06.2017 fuhren die drei Internationalen Klassen IK- B, IK-A1 und IK-A2 mit 45 Schülerinnen und Schülern in Richtung Oerlinghausen. Unser Ziel war das Archäologische Freilichtmuseum Oerlinghausen. Hier durften die Schülerinnen und Schüler erfahren, wie der Alltag prähistorischer Menschen ausgesehen haben könnte. Nachbildungen der Unterkünfte von Menschen, die noch als Nomaden in Zelten lebten und ihre Nahrung mit Speeren erlegen mussten, aber auch feststehende Unterkünfte mit Dächern aus Birkenrinde bis hin zu massiven, großen Holzhäusern ohne Fenster konnten die Kinder kennenlernen und erkunden. Durch die Vorentlastung der vielen unbekannten und schwierigen neuen Worte im Vorfeld im Unterricht konnten die Kinder den Erklärungen der Museumsmitarbeiter folgen.
Bei dem Rundgang durch das Museum erlebten einige Schülerinnen und Schüler eine Premiere: Sie kannten zwar das Schwein, hatten aber bis zu diesem Zeitpunkt keine Schweine real erleben können. Entsprechend interessiert wurde der Schweinestall mit mehreren kleinen Schweinen besichtigt- interessante Tiere, die nicht rosa, sondern haarig waren und einen strengen Geruch verströmten.
Beim Speerschleudern und Fladenbacken konnten die Schülerinnen und Schüler aktiv werden. Mit Ehrgeiz wurde versucht das stilisierte Rentier zu erlegen, was sich als äußerst schwierig erwies und nur einem Schüler gelang.
Ausklingen konnte der informative Vormittag bei einem gemeinsamen Picknick auf dem Spielplatz des Museums.
Leider war der Ausflug viel zu schnell vorbei!