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Über die „myjob“ zu Praktikum und Ausbildung
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Der 9. Jahrgang hat die „myjob OWL“ im Messezentrum besucht. Alle Schülerinnen und Schüler hatten im Vorfeld zwei bis drei Gesprächstermine bei regionalen Unternehmen gebucht, um sich gezielt über berufliche Perspektiven informieren zu können, die ihren individuellen Interessen und Stärken entsprechen. In zahlreichen Fällen haben die Gespräche Offerten zur Durchführung des nächsten Praktikums oder konkrete Ausbildungsangebote zum Inhalt gehabt.
Erstmals haben ehemalige Schülerinnen und Schüler unserer Schule als Ausstellende über ihre Arbeitgeber auf der größten Jobmesse OWLs informiert. So war Katharina Kamphausen von den Johannitern (Abitur 2019) als eloquente und charmante Botschafterin mit der Akquise neuer Kolleginnen und Kollegen auf der „myjob“ betraut.
In zahlreichen Fällen gab es auf der Messe ein Wiedersehen mit jungen Auszubildenden, die unsere Schülerinnen und Schüler von vorangegangenen Schulbesuchen im Rahmen des Ausbildungsbotschafterprogrammes kannten.
Großes Interesse gab es seitens unserer Schülerinnen und Schüler insbesondere an Pflege- und IT-Berufen. Auch das Großgerät von Polizei, Rettungsdiensten und Bundeswehr hat begeistert.
Zerspaner treffen Hotellerie
Gemeinsame Azubi-Veranstaltung an der GE Aspe
Marlon (21) weiß genau, was er will: Der angehende Zerspanungsmechaniker arbeitet mit großer Leidenschaft bei „Ober und Schneider“ in Helpup, wo Hydraulikzylinder hergestellt werden. Mit Mütze, Baggy Pants und XXL-Shirt wirkt er auf den ersten Blick eher lässig als geschniegelt – doch hinter seinem coolen Auftreten steckt ein ausgeprägtes Pflichtbewusstsein und ein hoher Anspruch an Präzision.
„Wir arbeiten auf den zehntel Millimeter“, erklärt Marlon den Schülerinnen und Schülern der GE Aspe. Zur Veranschaulichung: Das entspricht etwa einem Zehntel der Breite eines menschlichen Fingernagels. Zentimeterangaben wirken dagegen beinahe grob geschätzt.
Präzision spielt allerdings nicht nur im Metallbereich eine große Rolle. Auch die Maritim-Hotels legen großen Wert auf Genauigkeit – ebenso wie auf Freundlichkeit, Teamfähigkeit und Flexibilität. Wie wichtig sauberes und exaktes Arbeiten im Hotelalltag ist, zeigte eine praktische Aufgabe: Einige Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgängen 8 bis 10 sollten Servietten kunstvoll falten – ganz so, wie es in den Hotels der Kette zum Standard gehört.
Die Aufgabe erwies sich für viele als anspruchsvoller als gedacht. Auch Marlon versuchte sich an den Serviettenkreationen. Die Ergebnisse fielen zwar unterschiedlich aus, dennoch zeigte die Veranstaltung Wirkung: Mehrere Jugendliche äußerten Interesse an einer Ausbildung im Hotelbereich. Darüber freute sich auch Sandra Plöger, Personalleiterin des Maritim Hotels Bad Salzuflen.
Neben Ausbildungsplätzen bietet die Hotelkette übrigens auch Minijobs an. Adrian aus der Klasse 10 berichtete, dass sein älterer Bruder bereits im Maritim am Kurpark arbeitet. Besonders überraschend: Eine der Auszubildenden hatte an diesem Tag noch kurz zuvor mit ihm zusammengearbeitet. Manchmal ist die Welt eben klein.
Ausbildungsbotschafter: Kommunikativer Problemlöser trifft filigrane Handarbeiterin
Zwei junge Auszubildende geben Einblicke in ihre Berufe und motivieren Schüler*innen zur beruflichen Orientierung
Erstmals trafen bei einer Informationsveranstaltung an unserer Schule ein Ausbildungsbotschafter der Handwerkskammer OWL und eine Ausbildungsbotschafterin der kommunalen „KAoA“-Koordinierungsstelle aufeinander: Ammar (23) ist angehender Industriekaufmann beim befreundeten Spezialisten für Belichtung und Belüftung „Kingspan“ in Bad Salzuflen. Aleyna (23) absolviert ihre Ausbildung zur Zahntechnikerin bei „Grundmann“ in Bielefeld.
Ammar beschreibt sich als routinierten Problemlöser mit ausgeprägten kommunikativen Fähigkeiten – insbesondere im Umgang mit anspruchsvollen Kunden. Zu seinen Aufgaben zählen die Erstellung von Angeboten, die Buchung von Warenbestellungen sowie die Preiskalkulation. Mit seiner offenen und unterhaltsamen Art gelingt es ihm, die Schüler*innen sofort zu begeistern. Besonders hebt er das „fantastische Betriebsklima“ an seinem Standort hervor.
Aleyna hingegen steht für Präzision und Ausdauer. Sie wurde, wie sie selbst sagt, „ohne goldenen Löffel im Mund geboren“ und arbeitet bereits seit ihrer Jugend nebenbei in der Gastronomie. Ihre Leidenschaft gilt dem Zahntechnikerhandwerk, in dem filigrane Handarbeit und höchste Genauigkeit gefragt sind – etwa bei der Anfertigung von Brücken oder Prothesen. Ihre zielstrebige und zugleich sympathische Art kommt bei den Schüler*innen der neunten und zehnten Klassen ebenso gut an. Ihre Botschaft ist klar: Niemand sollte sich von anderen von seinen beruflichen Träumen abbringen lassen.
Die Schulbesuche der Ausbildungsbotschafterinnen und Ausbildungsbotschafter der Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld sind Teil des landesweiten Übergangssystems Schule–Beruf „Kein Abschluss ohne Anschluss“. Das Programm wird von der Landesregierung NRW unterstützt und vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert.
myjob OWL 2026
Wenn ehemalige Schüler zu Ausstellern werden
Bei der Berufsmesse „myjob OWL“ kam es in diesem Jahr zu einem besonderen Wiedersehen: Jan Philipp und Till, beide Auszubildende im dritten Lehrjahr bei Metallbau Milde aus Bad Salzuflen, standen auf einmal auf der anderen Seite des Messestandes. Während ihrer Schulzeit an der Gesamtschule Aspe hatten sie die Messe selbst als Besucher kennengelernt – nun vertraten sie ihren Arbeitgeber und warben um neue Auszubildende.
Zu ihren Gesprächspartnern gehörten am 13. März auch ehemalige Mitschülerinnen und Mitschüler. Insgesamt 140 Jugendliche aus dem 9. Jahrgang der Gesamtschule Aspe besuchten die Messe, um sich über Ausbildungsplätze, Studienangebote und berufliche Perspektiven zu informieren. Die meisten hatten bereits im Vorfeld mindestens zwei Gesprächstermine mit potenziellen Arbeitgebern vereinbart, um sich gezielt über passende Berufsfelder zu informieren.
Dass ehemalige Schülerinnen und Schüler als Aussteller auf der Messe vertreten sind, ist inzwischen keine Seltenheit mehr. Schon in den vergangenen Jahren kam es immer wieder zu Begegnungen zwischen aktuellen Schülerinnen und Schülern und früheren Absolventinnen und Absolventen der Schule.Der Besuch der „myjob OWL“ ist inzwischen ein fester Bestandteil der Berufsorientierung an der Gesamtschule Aspe. Mit mehr als 160 Ausstellern auf über 10.000 Quadratmetern zählt die Messe zu den größten ihrer Art in Deutschland.
GE Aspe und BST erfolgreich bei der Bulli-Challenge
Praxisnahe Berufsorientierung: Schüler bauen VW-Busse und erleben technische Berufe
Schüler der Gesamtschule Aspe haben gemeinsam mit Auszubildenden der Firma BST Bielefeld erfolgreich an der Bulli-Challenge teilgenommen. In der Lehrwerkstatt entstanden VW-Busse im Maßstab 1:20, ausgestattet mit Technik, die per Smartphone gesteuert werden konnte. Vorab erhielten die Schüler kurze Einführungen ins Feilen und Löten, die ihnen beim Bau der Bullis halfen.
Sechs Schüler des 10. Jahrgangs tauften ihren kleinen schwarzen Renner „Dickie“ und investierten dafür sogar ihre Herbstferien. Besonders hervorzuheben ist die enge Zusammenarbeit mit den Auszubildenden: Sie übernahmen Mentorenrollen, gaben praktische Einblicke und stärkten das Gemeinschaftsgefühl. Das Projekt wurde von Technik-Lehrkraft Susanne Tegethoff betreut.
Beim Samstagsevent im Schloss Benkhausen traten sieben Teams aus der Region OWL gegeneinander an. Fahrer des Asper-Bullis war Adrian aus der zehnten Klasse. Eine Jury bewertete Fahrverhalten, Optik und technische Umsetzung. Den Sieg holte der VW-Bus des Gymnasiums Barntrup, der im Parkour und bei Innovation überzeugte.Für die GE Aspe ist die Challenge ein gelungenes Beispiel praxisnaher Berufsorientierung: Schülerinnen und Schüler gewinnen echte Einblicke in technische Berufe und erfahren, wie spannend Teamarbeit und handwerkliche Aufgaben sein können. Auch für BST ist das Projekt wichtig: Jugendliche lernen das Unternehmen kennen und können sich praktisch ausprobieren – ein direkter Kontakt, der den Fachkräftenachwuchs fördert.
BST ist seit Jahren Partnerbetrieb unserer Schule. Bereits jetzt stellt Susanne Tegethoff ein neues Team für die Bulli-Challenge 2026 zusammen. Vielleicht stehen die Chancen für „Dickie II“ dann noch besser.
Beruf mit Perspektive: „dm“ zu Gast an der Gesamtschule Aspe
Schülerinnen und Schüler erhalten Einblicke in die Ausbildung zur Drogistin und zum Drogisten
Katja Naumann und Camille Balk üben ihren Beruf mit großer Leidenschaft aus. Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge neun und zehn der Gesamtschule Aspe erhielten die Gelegenheit, sich aus erster Hand über den dreijährigen Ausbildungsberuf der Drogistin beziehungsweise des Drogisten zu informieren. In einer Informationsveranstaltung kamen sie mit den beiden Mitarbeiterinnen der ‚dm‘-Filiale im Hoffmannspark ins Gespräch.
Katja Naumann, Filialverantwortliche der Salzufler Dependance, schätzt besonders die Flexibilität ihrer Arbeitszeiten. Diese ermögliche es ihr, vormittags ausgedehnte Spaziergänge mit ihren beiden Hunden zu unternehmen. Sie bezeichnet sich selbst als „Spätschicht-Mensch“.
Auch für Camille Balk überwiegen die Vorteile ihres Berufs deutlich. Vor allem die Abwechslung im Arbeitsalltag sei für sie ein entscheidender Pluspunkt: Kein Tag gleiche dem anderen.
Die Ausbildung zur Drogistin beziehungsweise zum Drogisten ähnele zwar der klassischen Einzelhandelsausbildung, gehe jedoch inhaltlich deutlich darüber hinaus, erläuterte Balk. Ein besonders anspruchsvoller Teil der Ausbildung sei die sogenannte Drogenkunde. Dabei gehe es um die Kenntnisse arzneilich wirksamer Naturstoffe aus Pflanzen, Tieren und Pilzen, die im Rahmen der pharmazeutischen Warenkunde vermittelt würden.
Als Nachteil wurde der Standort des zuständigen Berufskollegs genannt, das sich in Dortmund befindet. Positiv sei jedoch, dass das Karlsruher Unternehmen sämtliche Reise- und Unterbringungskosten für seine Auszubildenden übernehme.
Das große Interesse der Gesamtschülerinnen und -schüler führte bereits zur Planung einer zweiten Informationsveranstaltung. Diese soll sich inhaltlich mit den Möglichkeiten eines dualen Studiums bei ‚dm‘ befassen.