Girls‘- und Boys’Day 2025
Kein Problem mit Männern
Der Boys‘Day sieht vor, dass Jungen an einTag im Jahr einen „klassischen Frauenberuf“ ausprobieren: Motivation genug für Shannen Klocke-Abel und Sarah Lenz, Lehrerinnen an der GE Aspe, männliche Jugendliche im Rahmen eines Kosmetik-Crashkurses im Blending, Contouring und Waxing zu unterweisen. Nach anfänglich verhaltener Begeisterung entwickelten die Jungs einen leidenschaftlichen - tatsächlich sehr aufrichtigen - Enthusiasmus. Die Jugendlichen zeigten sich von wissbegierig bis zu geschickt. Auch wenn sich keiner der Jugendlichen für eine Ausbildung als Kosmetiker entscheiden würde, entwickelte sich ein hohes Maß an Bewunderung für die Komplexität des Ausbildungsberufes.
Die Mehrzahl unserer Schülerinnen und Schüler hat die Angebote des Girls‘- und Boy’Days allerdings im klassischen Sinne genutzt: „Draußen“- in den kleinen und großen Unternehmen in Bad Salzuflen und Umgebung. Bedauerlicherweise ist die Umsetzung des Ursprunggedankens schwierig, wonach Jungs eher praktische Erfahrungen in „Frauenberufen“ und Mädchen in klassischen „Männerdomänen“ sammeln sollen. Anders als bei den Berufsfelderkundungen in Jahrgang acht, den Praktika in 9 oder 12 hat unsere Schule keinen Einfluss auf die Terminierung des Girls‘- und Boys’Days, weswegen unsere Schülerinnen und Schüler hinsichtlich der Suche nach geeigneten Plätzen mit zahlreichen anderen Jugendlichen immer wieder in Konkurrenz treten müssen. Mohammed und Sercan aus Jahrgang 7 und 9 haben für sich für einen Tag als Einzelhandelskaufleute im Penny-Markt in Knetterheide ausprobiert. Eher Frauen- oder Männerberuf?! Egal. Beide hatten viel Spaß und haben es gut gemacht. Ebenso wie Kaitlyn, die bei „DHL“ allerdings fast nur männliche Kollegen hatte. „Kein Problem“ - so die Schülerin der 9e selbstbewusst.